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Mit Krisen umgehen

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Krisen – wie gehe ich damit um?

Der Umgang mit Krisen stellt die meisten vor große Herausforderungen. Die Welt ist im stetigen Wandel, der Krieg in der Ukraine, die Naturkatastrophen und eben eine Pandemie sind große Einschnitte für viele Menschen. Krisen verändern die Geschichte und schreiben die Zukunft neu. In Krisenzeiten nicht den Kopf zu verlieren und neue Chancen zu entdecken und sich schnellstmöglich anzupassen fällt nicht leicht.

Woher kommen die Krisen?

Bereits der griechische Philosoph Heraklit wusste: Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung. Und oft kommt sie, wenn man nicht mit ihr rechnet und vor allem haben wir meist keinen Einfluss auf sie. Die Veränderung bringt uns aus der Gewohnheit, sie stellt uns vor neue Herausforderungen. Und es ist nicht nur das Weltgeschehen, wie Krieg und Pandemie, sondern oftmals im privaten Bereich wie zum Beispiel Tod, Krankheit oder Jobverlust. Oft fühlen wir uns verloren und überfordert mit den Erfahrungen.

Krisen als Chance

Es ist leichter gesagt als getan. Aber Krisen sind auch Chancen. Die Schriftzeichen des chinesischen Worts spiegeln es gut wider: Denn Krise wird in chinesisch mit zwei Schriftzeichen dargestellt. Das eine steht für Gefahr, das andere für Gelegenheit. Oft ist eine Gelegenheit da, die man im ersten Schockzustand nicht wahrnimmt. Hier gilt es, die Situation von allen Seiten zu beleuchten und herauszufinden, wo eine Krise eine Gelegenheit bietet.

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Hilfreich in Krisen

Wer in einer Krisensituation steckt, sollte diese erst einmal annehmen. Das fällt sehr schwer, aber wer eine Situation akzeptiert, verschafft sich mentale Ruhe, um Gedanken neu zu ordnen. Jeder Widerstand gegen eine Krisensituation bringt darüber hinaus noch mehr Leid und eine negative Gedankenwelt.

Wer eine Widerstandshaltung einnimmt, kommt nicht in die Kraft, die er benötigt, die Krise zu bewältigen. Annehmen und akzeptieren sind die Kernstrategien für den ersten Schritt aus der Krise. Allerdings: man sollte sich seinem Schicksal nicht einfach ergeben und sich sagen, man kann nichts ändern. Durch die Akzeptanz ändert man bereits seine Haltung und das ist schon der erste Schritt.

Für Entspannung und Sport sorgen

Gerade in Krisenzeiten braucht man nicht nur die mentale Stärke (hierzu lies gern unseren Artikel), sondern auch körperliche Kraft! Wer für Entspannung sorgt, löst Verspannungen. Wer angespannt ist, leidet unter körperlichen Beschwerden. Man kann mithilfe von Mediation und Entspannungstechniken dafür sorgen, dass der Körper nicht versteift, sondern sich eine positive Muskelentspannung ergibt.

Manchmal hilft auch Bewegung und sportliche Tätigkeiten. Sie sorgen für das Glückshormon Serotonin, das in Krisen durchaus hilfreich sein kann. Doppelt ergeben sich die Glückshormone, wenn man in die Natur geht, um Sport zu treiben. Frische Luft hilft, seine Gedanken neu zu ordnen. Generell gilt, das zu machen, was einem Spaß macht, auch wenn es schwerfällt und den Aktivitäten nachzugehen.

Schlaf und Gefühle

Schlaf ist eine Superkraft, so sagte bereits Anja Mönnich, Expertin für guten Schlaf. Denn ohne diese Ruhephase sind wir irgendwann mental und körperlich nicht mehr kraftvoll genug, Krisen zu meistern. Wer hier nicht gut schlafen kann, weil die Gedanken kreisen, sollte sich professionelle Hilfe holen. Eine Therapie kann helfen, den Ursachen auf den Grund für Schlafstörungen zu gehen, die nicht immer mit der Krise in Zusammenhang stehen. (Lies hierzu auch unseren Artikel über Schlaf).

Dankbarkeit

Sich für eine Krise dankbar zu zeigen ist eine große Herausforderung. Dennoch kann es gelingen, wenn wir den Fokus neu setzen und dafür danken, was wir haben, was gut läuft und was wir vielleicht aus Krisen lernen können. Im ersten Schritt fällt es nicht leicht, anzunehmen und dankbar zu sein, aber vielleicht im zweiten oder dritten, wenn Angst, Wut und Trauer verflogen sind.

Hilfe von außen

Insgesamt lohnt sich in Krisenzeiten Hilfe von außen zu holen, da oft die Belastungen hoch sind und die Gefühle zu stark. Gute Coaches zeigen objektiv Wege auf, die man vielleicht durch seine eigenen Gefühle nicht sehen kann. Die Gefühle wahrnehmen und erlauben, sich ihnen zu stellen. Dabei versuchen, etwas Abstand zu gewinnen, kann eine Lösung sein.

Gefühle am Arbeitsplatz

Im Arbeitsumfeld wird leider noch viel zu häufig nicht über Gefühle geredet – sie sind privat. Hier sollten Arbeitgeber*innen gerade in Krisenzeiten darauf achten, Raum für Emotionen zu schaffen. Nur so gelingt es, die Mitarbeiter*innen auch in schweren Zeiten zu unterstützen.

“Menschen empfinden oft Scham im Umgang mit unangenehmen Gefühlen. Diese Hilflosigkeit äußert sich im Ablehnen von Tränen im Job generell.”

Lena Marbacher, Gründerin des Wirtschaftsmagazins Neue Narrative.

Und genau diese Scham gilt es, zu überwinden. Wer hier Mitarbeiter*innen offen erlaubt, über Emotionen zu sprechen, schafft eine verbesserte Bindung. Es gilt, eine Vertrauenskultur zu schaffen, in der man ernsthaft und ehrlich über seine Sorgen und Nöte spricht und sich auch emotional öffnen darf.

Eine Krise lässt sich oftmals nicht allein bewältigen. Dabei helfen Freunde und Familie, aber auch Arbeitgeber*innen sind mehr gefordert, in Krisenzeiten zu unterstützen. Jeder geht mit Krisen anders um, einige kommen schnell in die Kraft, andere brauchen länger. Man sollte für sich den bestmöglichen Weg finden, auch, wenn es nicht von heute auf morgen geht. Eine Krise schüttelt einen durch, aber man sollte immer daran glauben, dass es auch Gutes hervorbringen kann.

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