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Über Burnout und Strategien

Ein Burnout kommt schnell und für viele unerwartet. Manche Betroffene wissen manchmal gar nicht, dass sie einen Burnout haben. Doch gibt es oft Anzeichen lange bevor es dazu kommt. Das „Ausbrennen“ geschieht nicht plötzlich. Der Weg aus dem Burnout ist nicht leicht und damit man nicht immer wieder in der Situation landet, gibt es präventive Strategien, die helfen, ihn zu vermeiden oder die ersten Warnsignale besser zu erkennen.

Woher kommt der Burnout?

Bereits in den 60er Jahren thematisiert der Roman „Ein ausgebrannter Fall“ von Graham Greene das Burnout. In dem Buch geht es um einen Architekten, der erschöpft von seinem Beruf ist und sich sinnentleert fühlt.

Im psychologischen Bereich definierte 1974 der Psychoanalytiker Freudenberger den Begriff: körperliche und emotionale Erschöpfung aufgrund permanenter existenter Stressoren im beruflichen Kontext.

Mit der Digitalisierung wächst der Druck: man ist ständig verfügbar, man schafft durch Pandemiezeiten im Homeoffice keine Abgrenzung mehr zwischen Arbeit und Privat. Über Burnout wird offen gesprochen, sogar prominente Persönlichkeiten scheuen nicht mehr davor, zuzugeben, dass sie ausgebrannt sind wie zum Beispiel Tim Mälzer.

Wie macht sich ein Burnout bemerkbar?

Am häufigsten sind hohe Arbeitsbelastung oder eine schwierige Lebenssituation der Grund für einen Burnout. Viele Betroffene klagen darüber, dass sie erschöpft sind – nicht nur körperlich, sondern auch emotional. Es fällt schwer, morgens aufzustehen, den Tag zu genießen oder die Kraft für den Alltag oder soziale Kontakte aufzubringen. Man ist müde, nicht leistungsfähig und findet nicht mehr den Sinn des Lebens.

Viele berichten, sie werden antriebs- und emotionslos, es kommen Schlafstörungen oder andere körperliche Beschwerden hinzu. Es stellt sich Gleichgültigkeit oder absolute Leere ein. Oft sind es Ängste, Ungewissheiten oder aber der hohe Anspruch an sich selbst, die Stressfaktoren auslösen und zum Burnout führen.

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Lerne „Nein“ zu sagen

In den häufigsten Fällen sind Menschen betroffen, die nicht klar „Nein“ sagen können. Sie übernehmen sich oft und führen Tätigkeiten aus, die sie nicht machen möchten, sich aber nicht trauen, es klar abzulehnen. Oder die Arbeit wird perfektionistisch, weil die eigenen Erwartungen und Ansprüche so hoch sind und der permanente, innere Druck vorhanden ist, das Beste zu geben. Am liebsten sogar noch ein wenig mehr als gefordert. Wer dazu noch großherzig und sehr feinfühlig oder harmoniebedürftig ist, der wird ohne klare Abgrenzung in einem Burnout enden.

Was kann man tun?

Der stetige Leistungsdruck und Wettbewerb, in dem wir uns in der Arbeitswelt befinden, ist sicher dafür verantwortlich, dass immer mehr Menschen im Burnout landen. Es wird Flexibilität verlangt, genauso wie ständige Erreichbarkeit durch die Digitalisierung.

Der Mensch kommt kaum zu Ruhephasen, die sogenannte Work-Life-Balance fällt vielen schwer. Daher ist es umso wichtiger, dieses Gleichgewicht wieder herzustellen. Denn es braucht eine Erholung von Körper und Geist für eine Leistungsfähigkeit im Beruf.

Mit am wichtigsten ist wohl, dass man sein Handy auch mal zur Seite legt. Besonders, bevor man schlafen geht. Denn ein heller Bildschirm verhindert die Ausschüttung von Melatonin, das den Schlaf-Wachrhythmus reguliert. Und ein erholsamer Schlaf ist so wichtig für eine gute Leistungsfähigkeit.

Unsere wichtigsten Tipps gegen ein Burnout:

  • Guter Schlaf! Handy beiseite legen mindestens eine Stunde vor dem Zubett – Gehen
  • Gute Ernährung! Gesundes, ausgewogenes Essen hilft für ein gutes Körpergefühl
  • Weniger Medien: lieber ein Buch lesen, anstatt nur digital unterwegs zu sein
  • Körperliche Aktivitäten: es ist wissenschaftlich erwiesen, dass eine physische Aktivität den Stress verringert und zu mehr Energie verhilft
  • Entspannung: sich im Alltag immer mal wieder Momente nehmen, um durchzuatmen. Um bewusst die Umwelt wahr zu nehmen, um seinem Geist eine Pause zu gönnen
  • Klar Abgrenzen: auch mal nein sagen, wenn man was nicht möchte und die hohen Erwartungen an sich selbst reduzieren bzw. neu prüfen und für sich einstehen ohne Einfluss von außen
  • Stressfaktoren vermeiden oder aber Methoden zur Stressbewältigung finden (z.B. Meditation).
  • Kein Rückzug: Freunde & Familie treffen und die Beziehungen stärken

Wenn man merkt, man kommt aus der Situation nicht mehr heraus, sollte man sich in jedem Fall professionelle Hilfe suchen. Ob mithilfe von Coaching oder Therapie: Die Ursachen sind bei jedem individuell und es gibt durchaus schwierige Lebensmomente, denen man nicht gewachsen ist. Hilfe anzunehmen ist in diesem Fall ratsam. Deutschlandweit gibt es mittlerweile Spezialisten, Kurse oder aber auch Kliniken, die beim Burnout helfen.

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Pingback: Work Detachment - Learning Digital Blog on 31. Januar 2022

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