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Experte im Projektmanagement

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Wie funktioniert gutes Projektmanagement?

Interview mit Thomas Hesse – Dozent bei Learning Digital – zum Thema Projektmanagement

Projektmanagement ist heutzutage wichtiger denn je: oft sind die Projekte durch die Digitalisierung komplexer geworden, viele Projektstufen lassen sich nicht eindimensional abbilden. Wer im Bereich Projektmanagement durchstarten will oder bereits arbeitet und noch keine Zertifizierung hat, der ist mit den Learning Digital Kursen im Bereich Projektmanagement gut unterwegs. Dozent Thomas Hesse weiß, worauf es ankommt und wie man Spaß am digitalen Lernen findet. Er unterrichtet PRINCE2® Practitioner, Agile Kurse, Scrum Kurse, Klassisches PM – IMPA: Level D und Six Sigma Green und Black Kurse.

Learning Digital: Du bist erst seit Oktober 2021 offiziell Dozent bei Learning Digital, bringst aber aus dem Berufsleben viel Praxiserfahrung mit und hast vorher auch als Freiberufler doziert. Wie kamst du zum Projektmanagement?

Thomas Hesse: Ich habe Maschinenbau in Kassel studiert und habe meine ersten Projekte im Studium mitgemacht. Ausschlaggebend war dort das Formula Student Team, wo wir für ein internationalen Konstruktions- und Designwettbewerb selbstkonstruierte Rennwagen herstellten. Dort war es wichtig, dass innerhalb des Projekts die Timelines und Abstimmungen passen, um am Ende das bestmögliche Ergebnis zu haben. Da habe ich zum ersten Mal die Faszination Projektmanagement gelernt.

Learning Digital: Und wie ging es für dich beruflich weiter?

Thomas Hesse: Ich war später im Sondermaschinenbau tätig, habe Entwicklungsprojekte mitgeleitet und mich mehr und mehr in Projektmanagement zu Hause gefühlt. Da ich dann auch mit meiner Arbeit zu Erfolgen an Projekten beitragen konnte, habe ich gemerkt, es liegt mir einfach.

Learning Digital: Wie kamst du denn aus der Wirtschaft zum Dozieren?

Thomas Hesse: Das Unterrichten hat mir ja schon immer Spaß gemacht, da ich privat auch Trainer für Kampfsport bin. Da gibt es durchaus Parallelen und ich habe gemerkt, dass ich mit dem richtigen Ansatz, mit der nötigen Empathie und dem richtigen Einfühlungsvermögen das Beste aus dem Menschen herausholen kann.

Diese Fähigkeit, zu motivieren, die auch im Coaching angewandt wird, wollte ich immer schon weitergeben. Und in meinen vorherigen beruflichen Stationen habe ich außerdem oft „Trainings on the job“ gegeben. Und durch Zufall und durch den Jobverlust gerade durch die Pandemie bin ich bei Learning Digital gelandet und finde es großartig hier.

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Learning Digital: Was ist das Wichtigste, wenn man sich für Projektmanagement entscheidet?

Thomas Hesse: Wenn man ein/e guter Projektmanager*in sein möchte, dann sollte man allen voran gern Probleme lösen. Denn oft entstehen ja Widrigkeiten und da braucht es Lösungsansätze sowie eine gute Sicht auf das große Ganze. Die Zusammenhänge kennen, die nächsten Schritte vorausdenken und Ruhe in Stresssituationen rein bringen – sind vielleicht die Kernessenzen guten Projektmanagements. Und natürlich die Fähigkeit, unterschiedliche Charaktere an einen Tisch zu bringen, um es gemeinsam zu schaffen.

Learning Digital: Erklär uns doch mal ein wenig zu den Kursen, die du gibst. PRINCE2® Agile & Practitioner oder Scrum – warum sollte man diesen Kurs belegen?

Thomas Hesse: PRINCE2® gibt es ja schon seit 1996. Es ist eines der ersten Projektmanagement Systeme und sehr klassisch aufgebaut. Über die Jahre haben sich die Anforderungen geändert und wir brauchen mehr agile Ansätze – das passierte so in den 2000er Jahren. Und daher gibt es das PRINCE2® Agile Modul, mit dem umfassend an Projektmanagement gearbeitet werden kann. Angepasst werden muss es jedoch immer auf das Projekt.

Und viele der Teilnehmer*innen haben schon lange im Projektmanagement gearbeitet, haben jedoch kein Zertifikat und kommen dann zu uns in die Kurse, um sich auf die Prüfungen vorzubereiten. Denn die Prüfungen sind standarisiert und jede/r Human Resources Manager*in kann sofort sehen, welchen Kenntnisstand man mit den Zertifikaten hat – und die Zertifikate sind sehr gut für die nächsten Karriereschritte.

Learning Digital: Das heißt, der Kurs kann – auch wenn ich bereits im Projektmanagement tätig bin – ein Karriereschritt sein?

Thomas Hesse: In jedem Fall kann ein Besuch des Kurses ein Karriereschritt sein. Und auch wenn man praktische Erfahrungen hat, man lernt ja nie aus. Auch ich lerne von den Teilnehmer*innen oft Neues oder finde neue Ansätze. Oder die Teilnehmer*innen sehen neue Möglichkeiten, obwohl sie es vielleicht jahrelang anders gemacht haben.

Das ist ja das Schöne am gemeinsamen Lernen im Kurs: man kann sich gegenseitig mit seinem Wissen bereichern und dazu lernen. Natürlich ist der Kurs jetzt nicht nur für Berufserfahrene – sondern auch für Einsteiger, die sich im Projektmanagement weiterbilden wollen. Man lernt fachliche Techniken und Methoden, kann sich austauschen und schauen, was Best Practices sind.

Learning Digital: Was ist dir wichtig, in deinem Kurs zu vermitteln?

Thomas Hesse: Mir ist besonders wichtig, Methodik beizubringen – und natürlich auf die Prüfungen bestmöglich vorzubereiten. Seit ich da bin ist es jedenfalls noch nie vorgekommen, dass jemand nicht die Prüfung geschafft hat. Ich verschaffe mir auch immer einen Überblick, wo jeder Einzelne mit seinem Wissen steht, damit der Kurs homogen laufen kann und jeder das Gefühl hat, etwas zu lernen oder voran zu kommen trotz unterschiedlichem Wissensstand.

Learning Digital: Wie sind denn die Kurse aufgebaut?

Thomas Hesse: Natürlich gibt es viel Lehrmaterial, Grundprinzipien und Prozesse zu verstehen. Aber die Kurse sind alle so aufgebaut, dass man nach der Zeit wirklich in der Lage ist, komplexer zu verstehen, auch in der Tiefe und Lernkurven zu sehen. Denn ich achte darauf, dass wir auch „Falschantworten“ analysieren und warum sie falsch sind – das sind häufig die Inhalte, die dann auch gut hängen bleiben und ein besseres Verständnis schaffen. Nach 4 Wochen kann man sich sicher fühlen, ist gut vorbereitet und kann auch Transferwissen aufbauen.

Learning Digital: Was ist für Dich persönlich die Schwierigkeit am digitalen Unterricht – oder gibt es keine?

Thomas Hesse: Für mich ist der digitale Unterricht natürlich insofern gut, dass ich das auch von zu Hause machen kann. Ich habe einen Hund, der muss dann nicht „ins Büro“ oder mit ins „Klassenzimmer“. Man entdeckt durch den digitalen Unterricht aber auch neue Möglichkeiten, auch wenn es oft schwierig ist, Situationen einzuschätzen, wenn die Kamera aus ist. Dann siehst du keine Mimik oder Gestik, ob der/die Teilnehmer*in das Erzählte verstanden hat.

Daher ermuntere ich gern, die Kamera anzuschalten, damit ich anhand der Reaktion sehe, ob noch ein großes Fragezeichen besteht. Gerade auch das Lernen mit den Teilnehmer*innen auf Quiz Basis, das bringt Spaß und wir lernen was. Dabei werden die Antwortmöglichkeiten intensiv analysiert. Diese Vorgehensweise baut die starke Lernkurve überhaupt erst auf und vertieft das Gelernte.

Für mich werden beim digitalen Lernen vor allem die Erfolgserlebnisse groß geschrieben, daher versuche ich, so viele wie möglich zu schaffen.

Learning Digital: Wie bildest du dich selbst im Bereich weiter?

Thomas Hesse: Ich habe natürlich schon viele Jahre Berufserfahrung im Projektmanagement, aber ich bleibe immer neugierig und lasse mich auch gern von erfahrenen Teilnehmer*innen auf Möglichkeiten oder Neuerungen hinweisen. Man liest selbst viel und sollte nie müde sein, sich auf dem Laufenden zu halten. Außerdem bin ich Mitglied in der Gesellschaft für Projektmanagement, lese viele Fachartikel und versuche mich mit dem Wissen der anderen Dozent*innen bei Learning Digital weiterzubilden.

Learning Digital: Du hast vorhin gesagt, du unterrichtest auch Kampfsport. Was haben Kampfsport Unterricht und Learning Digital Unterrichtseinheiten gemein?

Thomas Hesse (lacht): Vielleicht kann man sagen, dass man in beiden Fällen Selbstsicherheit braucht. Aber auch Respekt – Respekt vor dem Gegenüber, Respekt vor dem Thema.

Außerdem den Wunsch, immer Neues auszuprobieren. Beim Kampfsport wiederholen wir oft die Grundübungen mehrmals, damit sie fließend sind und fast schon in einer gewissen Automation enden, wenn es die Lage erfordert. Immer wieder die Grundbewegungen, bis es sitzt.

Beim Projektmanagement sind die Grundlagen ebenfalls enorm wichtig, genauso wie die positive Rückkoppelung, d.h. belohnen, wenn man erfolgreich war. Läuft übrigens beim Hund genauso. Wenn man am Ende so wenig Frustration wie möglich schafft, macht das Lernen gleich doppelt Spaß.

Schaue dir gerne unseren Artikel an, um erfolgreiche Projekte durchzuführen.

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